Vollständige Einstelltabellen für die bewährtesten XP Deus 1 Programme – für Acker, Wald, Münzsuche und Strand. Zusammengestellt und bewertet aus langjähriger Sondengängererfahrung.
Orientierung
Der XP Deus 1 bietet zehn Werksprogramme und bis zu acht Anwenderprogramme. Die Werksprogramme sind solide Ausgangspunkte – erfahrene Sondler passen einzelne Parameter an, ohne das Gesamtsystem zu destabilisieren. Der häufigste Fehler: zu viele Parameter gleichzeitig ändern, ohne die Auswirkungen zu verstehen.
Programm 1
Dieses Allround-Programm ist in der Sondengänger-Community eines der meistdiskutierten Ausgangsprogramme. Es basiert auf dem GM-Power-Werksprogramm und ist für normale bis leicht mineralisierte Böden ohne starken Schrottbefall optimiert. Die entscheidende Änderung gegenüber Werk: Bodenfilter auf -1 schalten – das deaktiviert den werkseitigen Eisenvorfilter und bringt messbar mehr Tiefe. Gegebenenfalls Sens um 2–3 Punkte zurückdrehen, wenn der Deus unruhig läuft.
Programm 2
Das GM-Power-Programm arbeitet mit 18 kHz und ist auf hohe Kleinteilempfindlichkeit optimiert – das Original-Goldmaxx Power-Konzept, im Deus neu interpretiert. Besonders beliebt für mittelalterliche Münzen, Brakteaten und kleine historische Objekte. Die Disc von 6.1 blendet kleine Nägel zuverlässig aus, ohne größere eiserne Objekte komplett zu unterdrücken.
Bei dichten Siedlungsböden mit viel Kleineisen lohnt der Wechsel auf die 22cm X35-Spule. Die höhere Trennschärfe hilft, Münzen neben Nägeln klar zu trennen. Reaktivität dabei auf 3 setzen.
Programm 3
Das Deus Fast-Programm ist für stark verschrottete Böden konzipiert – hohe Reaktivität sorgt für schnelle Signalverarbeitung, sodass dicht nebeneinanderliegende Eisen- und Buntmetallteile noch sicher getrennt werden. Die Disc von 6.1 blendet kleines Eisen aus. Für Trümmerschutt-Böden oder Böden mit mittelalterlichem Schrottbefall oft das effektivste Programm.
Programm 4
Für die Suche nach tiefliegenden Relikte und Militaria empfehlen viele erfahrene Sondler das Relic-Werksprogramm mit angepassten Parametern. Niedrigere Frequenz für mehr Tiefe, Diskriminierung auf 3.1 gesetzt – eisernes Grunzen bleibt hörbar, was bei Relikten wichtig ist. Reaktivität auf 2 für maximale Tiefenwirkung. Nur auf Böden ohne starken Schrottbefall sinnvoll.
Reaktivität 2 bringt deutlich mehr Tiefe – führt aber bei dicht nebeneinanderliegenden Metallteilen zu Maskierungseffekten. Dieses Programm nur auf Böden ohne starken Schrottbefall verwenden. Bei ersten Anzeichen von Schrott sofort auf Deus Fast wechseln.
Programm 5
Das Werksprogramm „Strand trocken" ist für trockenen, salzarmen Strandboden optimiert. Geringere Mineralisierungseffekte als beim Nasstrand. Der spezielle Bodenabgleich-Modus „Strand" minimiert Störsignale durch Salzgehalte im Oberboden. Meist reicht das Werksprogramm unverändert aus – nur Sensitivität vor Ort anpassen.
Für nassen, salzhaltigen Strandboden und flaches Küstenwasser. Starke Bodenmineralisation durch Salzwasser erfordert spezielle Kalibrierung. Das Werksprogramm 8 ist hierfür optimiert – Sensitivität eher konservativ halten, da salzhaltiger Boden viele Falschsignale erzeugt. Suchspule ist wasserdicht und kann eingetaucht werden.
Programm 6
Das HF-Programm mit der 22cm HF-Spule und hoher Frequenz ist ein Spezialist für kleinste Buntmetallobjekte. Achtung: Das Programm ist sehr empfindlich – es werden auch winzige Schrotkugeln, Folienreste und andere Kleinstteile angezeigt. Nur für erfahrene Sondler empfohlen, die Leitwertsignale sicher interpretieren können. Auf ruhigen, nicht verschrotteten Böden mit viel Potential einsetzen.
Die HF-Spule zeigt bei hoher Frequenz nahezu jedes Metallatom im Boden an. Wer das Programm nicht richtig lesen kann, gräbt sich in wenigen Stunden durch unzählige sinnlose Löcher. Erfahrung mit dem Deus-System ist Voraussetzung – idealerweise mindestens eine Saison mit der 28cm X35-Spule sammeln, bevor die HF-Spule eingesetzt wird.
Referenz
Die wichtigsten Einstellparameter des XP Deus 1 kurz erklärt – für ein tieferes Verständnis der Wechselwirkungen.
Bestimmt die Sendeleistung-Charakteristik. Niedrige Frequenzen (4–8 kHz) gehen tiefer, reagieren stärker auf große Metallmassen. Hohe Frequenzen (18–28 kHz) sind empfindlicher auf kleine Objekte und Gold. 12–18 kHz gilt als Allround-Bereich.
3,7 – 27,7 kHz (35 Stufen + BOOST)Bestimmt die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Signals. Hohe Reaktivität (3–4) trennt dicht liegende Objekte besser, kostet aber Tiefe. Niedrige Reaktivität (1–2) bringt maximale Tiefe, kann Objekte bei viel Schrott maskieren.
1 – 6 (0,5er-Schritte)Regelt den werkseitigen Eisenvorfilter. Werkswert +2 = ruhiges Laufen, aber spürbare Tiefenverluste. -1 = Eisenvorfilter aus → deutlich mehr Tiefe, etwas unruhiger. Der wichtigste Parameter-Unterschied zwischen Werksprogramm und optimierter Version.
-1 bis +6Legt den Schwellenwert fest, unterhalb dessen Signale ausgeblendet werden. Niedrig (0–5): kaum Ausblendung. 6.1: kleines Kleineisen (Nägel) ausgeblendet. 15+: größere Eisenteile ausgeblendet. Zu hohe Werte können Kleinfunde maskieren.
0 – 99Regelt die Lautstärke von Eisensignalen unterhalb der Disc-Schwelle. 0 = Eisen komplett stumm. 1–3 = leises bis deutliches Eisenknarren. Für Reliktsuche: Eisensignal hörbar lassen. Für reine Buntmetallsuche: 0–1.
0 – 6Verstärkt schwache Tiefensignale im Audiobereich. Wert 4–5 ist bewährter Allrounder: schwache Tiefensignale hörbar, ohne Rauschen zu überverstärken. Über 6 erzeugt auf vielen Böden störendes Hintergrundrauschen.
1 – 7Die allgemeine Empfindlichkeit des Gerätes. Startwert 90 – bei ruhigem Laufen auf 93–95 erhöhen, bei unruhigem Laufen auf 87–88 reduzieren. Immer nach dem Bodenabgleich die Sensitivität final einstellen.
1 – 99Kalibriert den Deus auf die lokale Bodenmineralisation. Methode "Pumpen": Spule 3–5× senkrecht auf den Boden zu und weg. Danach auf "Manuell" wechseln und den ermittelten Wert um 1 erhöhen – minimal aggressiverer Abgleich.
Pumpen / Schwenken / Manuell / StrandRegelt die Sendestärke des elektromagnetischen Feldes. Stufe 2 ist Standard – ausreichend für die meisten Böden. Stufe 3 auf stark mineralisierten Böden. Stufe 1 auf sehr flachen Suchen oder bei Interferenzen. Höhere TX-Stufe erhöht Stromverbrauch.
1 – 3